Die Wallfahrtsbasilika Maria Plain, Salzburg

 

"Lass uns wegfahren!" - um einen der vermutlich letzten spätsommerlichen Sonnentage zu genießen! Denn, auch wenn wir momentan noch nicht viel davon merken - der Herbst steht bereits vor der Tür und kann uns jeden Moment ohne jegliche Vorwarnung überraschen. Ich hatte schon länger einen Ausflug nach Maria Plain im Kopf, einem Ort, wo die Menschen bereits vor mehreren hundert Jahren zu Scharen hin-pilgerten. Einem Ort, der von mehreren Plätzen der Stadt aus zu sehen ist und selbst von weiter Entfernung vielversprechend aussieht. Gesagt. Getan! Es gibt einen Wallfahrtsweg, welcher vom Stadtteil Elisabeth-Vorstadt über die Plainbrücke zum Plainbergweg und schließlich nach Maria Plain führt. Mit dem Auto sind es von der Stadt nur wenige Minuten Fahrzeit. 

 

 

Eine Treppe führt uns zu diesem wunderschönen, naturbelassenen Fleckchen Erde, welches unter Denkmalschutz steht, und das zurecht. Der Innenraum der Basilika Maria Plain, ist beeindruckend bunt, mit unglaublich viel Gold, prunkvoll - auch für den Antichrist sehr sehenswert. Durch das Gnadenbild Mariens mit dem Jesuskind, welches beim Brand der Stadt Regen (Niederbayern) auf wundersame Weise unversehrt geblieben ist, hat die Kirche ihren Namen erhalten. Beim Ausblick über die Stadt Salzburg, stelle ich mir vor, wie Mozart Vater und Sohn hier einst über’s Pflaster gelaufen sind. Die beiden haben diesen Ort nämlich ebenfalls wegen dem wundervollen Panorama regelmäßig aufgesucht. Das Gerücht, W. A. Mozart, habe die Krönungsmesse zum Anlass der Feierlichkeiten der Marien Krönung, welche seit 1779 und bis heute jedes Jahr, am 5. Sonntag nach Pfingsten stattfindet komponiert, ist jedoch frei erfunden.

 

 

Traditionsgasthof Maria Plain

 

Nachdem alle sehenswerten, gedenkwürdigen Plätze erkundet sind, gilt es festzustellen, ob der Traditionsgasthof „Maria Plain“, mit dem wundervollen Ort an dem er sich befindet‚ d'accord geht. Sechs Säle, drei Stüberl und ein großer Gastgarten laden zum Verweilen ein. Unter der Woche kann man hier ein für Salzburger Verhältnisse sehr günstiges Mittagsmenü von sensationellen € 6,90,- genießen. Täglich werden neue Speisen mit Produkten aus der hauseigenen Metzgerei und Meierei (eigene Landwirtschaft mit Schafhaltung, Gänsen, Enten und Hühnern) angeboten. Auch die Getränke fallen sehr großzügig aus. Der weiße Spritzer wird in einer Karaffe serviert – ein Umstand der uns vorerst in absolutes Staunen versetzt. So eine Großzügigkeit findet man hierzulande kaum mehr. Abends werden bis 21 Uhr kalte und warme Gerichte serviert. An den herrlich duftenden "Salzburger Nockerl" (die leider am Nachbartisch landen) ist zu erkennen, dass der Koch hier etwas von seinem Handwerk versteht (siehe Foto unten rechts).

 

 

 

Gesamtfazit vom Ausflug nach Maria Plain: Aussicht und Landschaft - einfach umwerfend, Essen – sehr gut (besonders der Rhabarberkuchen!!) Sommerspritzer – ausgezeichnet!

 

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