Besuch auf der Festung Hohensalzburg

Salzburgs Festung als Wahrzeichen und Aushängeschild der Stadt schlechthin - die Silhouette ist allen wohlbekannt, doch was befindet sich eigentlich hinter ihren dicken Gemäuern? Schauen wir mal...

Zahlreiche Wege führen auf die Festung Hohensalzburg

Über die Festungsgasse in die  Herrngasse und dann weiter auf der Bierjodlgasse - so lässt sich die Festung zu Fuß wohl am schnellsten erreichen.

Es besteht auch die Möglichkeit den Aufzug zu nehmen! Der langen Schlange nach zu urteilen ist man zu Fuß wahrscheinlich schneller.

Weiter geht's über die Michael Haydn-Stiege von wo man einen immer schöneren Ausblick über die Stadt mit ihren barocken Türmen bekommt. 

Auf dem Wg zur Festung findet man bereits eine der schönsten Aussichten über die Stadt Salzburg

Ticket gekauft, dann kann die Reise zurück ins 11. Jahrhundert ja beginnen!

 

I. Die romanische Burgkapelle

Die Burg Hohensalzburg wurde im Jahr 1077 von Erzbischof Gebhard gegründet. Im Zuge dessen ist auch die Burgkapelle entstanden, von der heute nur noch Bruchteile erhalten ist. Die Kapelle war mit vielen bunten Fresken ausgemalt die heute leider kaum noch zu sehen sind. 

Festung Salzburg - Museum

Ein Fenster mit Blick auf den Kapitelplatz umfunktioniert zum Wunschbrunnen.

Das erwartet euch auf der Festung

Museum, Prunkräume und traumhafte Aussicht

Im eigentlichen Burggebäude findet man mehrere Ausstellungen zu unterschiedlichen Themengebieten. Im ersten Bereich sind allgemeine Informationen und Ausstellungsstücke zur Geschichte der Festung zu finden.

II. Das Herzstück der Burg sind die Fürstenzimmer im spätgotischen Stil, wo seinerzeit Leonhard von Keutschach (16. Jhdt) residierte und seine Gäste empfing. In den sogenannten "Stubenappartements" blieb von der ursprünglichen Einrichtung kaum etwas erhalten. In der Goldenen Stube befindet sich ein aufwändig verzierter Kachelofen (spätgotische Hafnerkunst), eine Bank und eine Truhe. In der Schlafkammer findet man das gleiche Inventar PLUS ein Plumpsklo.

Ein Vorraum zwischen den Fürstenzimmern und dem Rainermuseum, bietet gute Sicht auf den gegenüber-liegenden Reckturm, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Stadt Salzburg genießen kann. Nur für Schwindelfreie!

Am Weg zum Turm kommt man an der Folterkammer mit mittelalterlichem Folterwerkzeug vorbei. Die Tatsache, dass man in dem dunklen Felsengewölbe kaum etwas sieht, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ein flüchtiger Blick reicht um sich auszumalen welch grausame Szenarien sich hier abgespielt haben müssen.

Schandmasken waren im 17. Jahrhundert ein beliebtes Werkzeug um die sogenannten Ehrenstrafen zu vollziehen, solche bei denen die betroffene Person keinen oder nur geringen körperlichen Schaden davontrug. Mit der Schandmaske und einem Schild umgehängt, wo die jeweilige Tat drauf stand, wurde die Person an den Pranger gestellt. 

III. Das Rainer-Regimentsmuseum

Das ehemalige Salzburger Hausregiment, das k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" No. 59 ist hier ausgestellt und lebendig erhalten. Auf 8 Säle aufgeteilt, wird die Geschichte chronologisch, von ihren Anfängen - 1682 bis zum Ende des 2. Weltkriegs - 1918, dargestellt. Ausstellungsstücke sind hauptsächlich militärhistorische Waffen, lebensgroße Dioramen, Regimentsuniformen und Bilder.

IV. Last but not least ... das Marionettenmuseum.

Salzburg und sein weltberühmtes Marionettentheater. Hier sind Ausschnitte aus "Sound of Music", Mozarts "Zauberflöte" und wichtige Ereignisse - Festung und Bauernaufstand, Schiff-Fahrt zur Zeit der Erzbischöfe etc. - die man mit Salzburg in Verbindung bringt mittels Marionetten nachgestellt.

Auf der Festung Hohensalzburg ist übrigens die berühmte Legende entstanden, welche uns Salzburgern die scherzhafte Bezeichnung der "Stierwascher" eingebracht hat. Wer diese nicht kennt, unbedingt hier nachlesen!

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