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tanzhouse festival, ARGEkultur

cieLaroque/helene weinzierl: IT'S ALL ABOUT

Helene Weinzierl lotet die Grenzen zwischen Individuen aus. Grenzen die an diesem Abend fließend verlaufen, schließlich bildet das Publikum den imaginären Rahmen dieser Aufführung. Unermüdlich bewegen sich drei Tänzer durch den Raum, jeder für sich und gleichzeitig in gegenseitiger Abhängigkeit. Sie sprechen Leute aus dem Publikum an, unterhalten sich und stellen sich vor. Die tanzenden Wesen erhalten dadurch eine völlig andere körperliche Dimension mit Sympathiewert. Sehr spannend ist es zu beobachten, wie unterschiedlich, einzelne Personen aus dem Publikum auf den Umstand reagieren, dass hier kein herkömmliches Performer-Zuschauer-Verhältnis gegeben ist.

 

Die Tänzer fordern schließlich dazu auf mitzutanzen. Die Gelegenheit, einen Schritt weiter zu gehen und nicht nur die Perspektive zu wechseln, sondern in eine völlig neue Rolle zu schlüpfen und selbst Teil des Geschehens zu sein, bietet sich nicht allzu oft. Einige können nicht widerstehen wodurch die Bühne zum Erfahrungsraum wird. Auch jene die in ihrer Ausgangssituation als Zuschauer verharren, können sich nun sehr lebhaft vorstellen, wie es wäre, zu tanzen, wodurch das Gefühl entsteht, selbst an der Performance mitgewirkt zu haben. 

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