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Local Heroes, Galerie Säulenhalle Rathaus

Auf den Spuren des Hl. Rupert und der Madonna della Bruna in Matera / Italien

Die Ausstellung „Local Heroes“ stellt das Fest des Hl. Ruperts in Salzburg dem Fest der Madonna della Bruna in Matera gegenüber. Obgleich die beiden Feste der Gedanke eint, dem Schutzpatron der jeweiligen Stadt zu gedenken, könnten sie in ihrer Ausführung unterschiedlicher nicht sein. Die preisgekrönte Fotografin Christina Garzone hat das italienische Fest über drei Jahre hinweg begleitet und dokumentiert es nun in all seinen Facetten. Die Fotos der Salzburger „Heiligenverehrung“  stammen von den Mitgliedern des Fotoclubs. Durch die Ausstellung führte Christine Kuppelwieser. 

 

 

Rupertikirtag Salzburg

Jedes Jahr am 24. September feiern die Salzburger ein rauschendes Fest  zu ehren des heiligen Ruperts, der gemeinhin als Gründer Salzburgs gilt. Wie könnte ein Kirchweihfest schöner zelebriert werden als mit Schaubuden, Ringelspiel und Bierzelt. Der Rupertikirtag verwandelt die Altstadt rund um den Salzburger Dom in eine riesengroße Spielwiese für Kinder und Kindgebliebene und damit zu einem Eldorado des Vergnügens.

 

Doch der wahre Hauptakteur ist das heimische Brauchtum. Wer nicht in Lederhose oder Dirndl erscheint, outet sich an diesem Tag entweder als Spielverderber oder als Tourist. In den Bildern des Fotoclubs ist das profane dieses Festes dem dazu konträren Leben und Wirken Ruperts gegenübergestellt. 


Verehrung der Madonna della Bruna

Der zweite thematische Schwerpunkt dieser Ausstellung ist die Verehrung der Madonna della Bruna am 2. Juli in Matera (Italien), der diesjährigen Kulturhauptstadt. Die Bilder der vermeintlichen Marien-Verehrer deuten jedoch eher auf eine Meute wild gewordener Hooligans hin. Mit Feuerwerksböllern startet die Zeremonie. Zu diesem Zeitpunkt stehen die Reiter bereits in den Startlöchern und warten darauf, den geschmückten Triumphwagen in Bewegung zu setzen, um die Schutzheilige Maria in den von Menschen bevölkerten Straßen der Stadt zur Schau zu stellen. Anschließend wird sie vom Kardinal in die Kirche getragen. Jetzt stürzt sich die Menge auf den liebevoll geschmückten Wagen und zerfetzt ihn in tausend Stücke. Wer eines erwischt soll mit Glück gesegnet sein. Den Höhepunkt des Tages bildet ein gewaltiges Feuerwerk. 

 

 

Es ist faszinierend, wie unterschiedlich religiöse Feste in ihrer Ausführung sein können. Die Ausstellung in der Säulenhalle ist noch bis  30. April 2019.

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