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Kulturspaziergang Venedig

Magnolia auf den Spuren von Kunst, Kultur & Kulinarik in Venedig

Kanäle, Gondeln und Löwen wohin man blickt – der Charme Venedigs ist von keiner anderen Stadt zu toppen.

Der Wasserbus „Vaporetto“ bringt uns vom Bahnhof Santa Lucia über San Marco nach Rialto und ich stelle mir vor, wie schön es sein muss hier zu leben, ohne das ganze Jahr ein einziges Auto zu sehen. Wenn man durch die Gassen schlendert und über die gefühlten tausend Brücken spaziert, inhaliert man Kunst und Kultur ohne es bewusst wahrzunehmen. Das größte Freilichtmuseum Europas, wie Venedig liebevoll genannt wird, beheimatet unzählige Kirchen, Monumente und Statuen aber das beste an der Stadt sind eindeutig die alten bunten Häuser mit den faszinierenden Türen und die verwinkelten Gassen in denen man sich nur allzu leicht verlaufen kann. Spätestens als das „O Sole Mio“ von einer Opernsängerin auf einer vorbeifahrenden Gondel ertönt ist mir klar, Venedig ist noch immer so besonders und faszinierend wie eh und je – für mich jedenfalls – und es sieht tatsächlich so aus, wie man es aus den alten Donna Leon Verfilmungen kennt.

Kulturspaziergang durch Venedig

Wir starten bei der frisch renovierten Rialtobrücke, die bereits mehr als 400 Jahre alt ist.  Gleich um die Ecke ist auch unsere B&B "Ca' Leon D'oro" das ich nur empfehlen kann. Wir hatten das Zimmer im obersten Stockwerk mit Dachterrasse. Über den Dächern Venedigs, mit Blick auf die Markuskirche Pizza zu essen, ist einfach episch! 

Auf der Suche nach unserem ersten Stopp sind wir auf den Spuren von Commissario Brunetti, der laut den Donna Leon Romanen ganz in der Nähe sein Haus hat. Den Canal Grande entlang, am Fischmarkt vorbei, kommen wir zur Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari. Sie ist abgesehen von ihrer außergewöhnlichen Erscheinung an einem freien Platz auch deshalb interessant, da sie Hauptwerke von Tizian und viele Grabmonumente berühmter Venezianer beherbergt.

Am Campo San Barnaba sind wir in der wohl authentischsten Ecke Venedigs angekommen. Hier ist ein Gemüse- und Obstmarkt. In den Cafés sieht man viele Venezolaner, die ihre Mittagspause genießen. Auch für uns ist es Zeit für die erste Erfrischung an diesem wunderbaren Sommertag. Aperol Spritz gilt hier als absolutes Inngetränk. Danach geht es in die Buchhandlung Libreria Marco Polo, wo es viele englischsprachige Exemplare gibt, darunter zahlreiche Bilderbücher. Ich hätte hier ohne weiteres einen ganzen Tag verbringen können. 

Der Hunger ist schließlich der ausschlaggebende Grund, mich von der angenehmen Kühle am Ventilator loszulösen und den Weg in Richtung Squero del San Trovaso aufzunehmen, wo bekanntlich viele Imbiss Lokale sind. Die berühmten Cichetti (belegte Brötchen) mit einem Glas Rosé schmecken wunderbar. In einer der Kantinen entdecke ich sogar einen Wein namens Magnolia! Beim gemütlichen Lunch am Wasser kann man nicht nur das rege Treiben vorbeifahrender Boote beobachten, auch der Gondel-Doc. Ist voll im Einsatz.  Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich eine der letzten Gondelwerften. Aus der Ferne beobachten wir, wie beschädigte Gondeln repariert werden. 

Der Karneval in Venedig zieht Menschen aus aller Welt in seinen Bann. Echte, handgemachte Masken gibt es leider kaum noch. In den Souvenirläden findet man meist billige Imitate aus Kunststoff. Umso mehr freut es mich, dass wir am Weg durch das Labyrinth Venedigs an einem Laden vorbeikommen, wo echte Masken produziert und verkauft werden.

In der Nähe der wunderschönen Kirche Santa Maria della Salute (die mit der großen Kuppel), die übrigens SEHR sehenswert ist, befindet sich das Guggenheim Museum. Leider hat es Montags geschlossen. Unser eigentliches Ziel ist aber sowieso die Fondazione Berengo wo gerade das „Gilded Cage“ von Ai Weiwei ausgestellt ist. 

Nach dem Museumsbesuch ist es Zeit für eines der wichtigsten Dinge in Italien: TIRAMISU! Im „I Tre Merganti“ gibt es köstliches hausgemachtes Tiramisu im praktischen to-go-Becher. 

Noch ein Restauranttipp zum Schluss: Es ist gar nicht so einfach ein gutes Restaurant in Venedig zu finden, aber hier haben wir wunderbar und günstig gespeist, direkt am Wasser: "Very Good - Pizzeria Bigoleria Gnoccheria"

 

Die süßen Cannoncini müsst ihr auch einfach probiert haben! 

Letzter Tipp: Genießt das Dolce Vita in Bella Italia und fangt gar nicht erst an Kalorien zu zählen ;-)!

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